Inspiration

Es gilt ja die Lehre, dass man sich bei seinem eigenen "Tun" von dem "Tun" anderer inspirieren lassen soll. Ich habe die für mich nicht ganz so turbulenten Feiertage und das gratis mitgelieferte Wetter genutzt, um mir etwas Inspiration zu gönnen. Das Internet ist voll von Bildern und es ist ein leichtes, die zwei oder drei weltweit größten Websites hinsichtlich möglicher Inspiration in Augenschein zu nehmen.


Es bleibt aber die Frage, von welchen Bildern die Inspiration ausgehen soll. Auf der einen Seite die schon als höhere Kunst deklarierten Werke einzelner, meist sehr bekannter Könner. Oder ist es nicht auch das völlig entgegengesetzte Ende, von dem eine Inspiration ausgehen kann? Es wird sehr oft vergessen, aber diese Bilder, die von vielen unbeteiligten Betrachtern und vielen selbsternannten Bildkritikern mit höheren Weihen als absolut belanglos deklariert werden, haben für den Erschaffer einen ungeheuren Wert. Nur dieser Wert erschließt sich nicht jedem. Am Ende ist das auch gut so.


Ich habe viele Bilder betrachtet. Solche, die ich gut finde, solche, die ich nicht gut finde. Einige waren mit Kommentaren versehen, viele nicht. Am Ende habe ich tatsächlich so etwas wie Inspiration erfahren. Es ist nicht die Art von Inspiration, die mich dazu drängt, irgendein Bild nachstellen zu wollen oder einen Stil zu kopieren. Es ist vielmehr das, was im französischen unter "laissez faire" sehr schön in Worte gefasst ist. Lass mich einfach machen. Ob es Dir gefällt, wen interessiert das schon. Wenn ich dein Urteil möchte, frage ich danach.


Hennef, im Mai 2018


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